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Die nach Verona zweitgrößte Stadt in der Nähe des Gardasees ist das
uralte Brescia mit seinen gut 190´000 Einwohnern, das noch auf eine
keltische Siedlung zurückgeht. Wer am Gardasee Urlaub macht, sollte
unbedingt nach Brescia kommen, denn kaum eine zweite Stadt in Italien
vereint so viele Epochen in derart eindrucksvoller Art und Weise. Aus
jedem wichtigen Abschnitt der Geschichte finden sich in Brescia
bedeutende Monumente, sodass man die über 2000jährige Geschichte der
Stadt bei einem Rundgang nochmals nachvollziehen kann.
Im Osten der Stadt finden man Überreste der alten Römersiedlung mit
ihren rechtwinkligen Straßen, wo man heute noch die ausgedehnten
Ruinen des alten kapitolischen Tempels bewundern kann. Auch das Forum
ist teilweise noch zu erkennen und vermittelt einen Eindruck des
Stadtbildes vor 2000 Jahren.
Ein prächtiger Barockbau findet sich am Domplatz, wo einst drei
romanische Monumentalbauten zu finden waren. Die alte Sommerkathedrale
wurde aber 1604 abgerissen und der Bau des Neuen Doms wurde begonnen,
der sich bis 1825 hinzog. Heute kann man am Domplatz den Alten und den
Neuen Dom bewundern, sodass hier verschiedene Baustile in
beeindruckender Weise aufeinanderprallen.
Unbedingt sehenswert ist auch die Piazza della Loggia, bei der es sich
zweifellos um den schönsten Platz der Stadt handelt. 1433 eröffnet,
findet man hier die prächtige Loggia aus der Renaissance, die als
beeindruckender Palast im Jahre 1570 fertiggestellt wurde und heute
noch von äußerst kraftvoller Schönheit ist.
Außerdem bezaubert Brescia mit seinen vielen Kirchen aus verschiedenen
Epochen, von denen vor allem die Kirche Santa Maria della Carita
besondern hervorzuheben ist. Der reich verzierte barocke Bau ist von
majestätischer Schönheit und verfügt über einen der schönsten
Hauptaltäre Italiens.
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